NORWEGEN SÜD 2005
(25.07. - 16.08.2005)
Die Norwegentour 2005, sollte Einblick bringen in die bislang noch unbekannten Gegenden Norwegens. Speziell der südliche und zentrale Bereich Norwegens war vom NordicWay-Team noch unerforscht geblieben. Dem schlechten Wetter Österreichs entfliehend machten sich dieses Jahr Thomas Stöggl und Julia Ehrensperger per Auto (VW Passat), bepackt mit Skirollern (Innovax, ProSki), Inlineksates, 3 Rädern, Berg und Laufschuhen, Zelt (McKinley Sherpa2),...riesigen Essens- und Trinkvorräten zum dritten Male auf in den hohen Norden.
Die ANREISE (Salzburg- Kristiansand 13..km):
Bei der Anreise durch Deutschland wurde erstmals bei Eltmann (kurz vor Schweinfurt) halt gemacht und vor einem Yachtclub im freien Quartier bezogen. Nach einer abendlichen Inlinetour entlang der Landstraße durch idyllische kleine Ortschaften wo jede eine eigene Bierbrauerei vorweisen konnte, wurde dem Lockruf des Volksfestes von Eltmann gefolgt. Nach 2 Mass dunklen Kegelbiers, einem deftig pfeffrigen Maafisch (Fisch aus der Main), extrem netten Hoagascht mit den Bierzapfern welche meinten wir sind extra wegen dieses Festes hier hergekommen (was auch stimmt), ging es noch mit leichtem Voibärn zum Elmann Gipfel, deren Festung und danach zu unserem ersten open Air Schlafplatz neben dem Auto. Von ein paar Kurzregengüssen geweckt gings dann weiter durch Deutschland.Auf Höhe der Lyneburger Heide bei Munster wurde eine weitere Inlinetour zur Auflockerung eingeschoben. Wieder frisch durchbluteten Gasfusses gings dann non-stop durch bis nach Hirtshals (Dänemark), wo an der Meeresküste wieder neben dem Auto bei deutlich kälteren Bedingungen und Meereswind die 2te open-air Schlafstätte eingerichtet wurde. Am nächsten Tag gings dann mit der COLORLINE und Kristian IV hinauf bis nach Kristiansand.
in NORWEGEN
Region VEST AGDER (KRISTIANDSAND)
Die 3 1/2 Wochen in Norwegen waren geprägt von beinahe perfektem Wetter (nur 4 Regentage). Die Reise führte uns von Kristiansand ausgehend in der Region Vest-Agder zuerst zu einem wunderschönen Waldsee wo wir 2 Tage verweilten, dort unser Zelt und Equipment aufbauten und von dort aus Skiroller- und Biketouren starteten.
Weiter gings dann nach Åseral wo wir vorab die Region mit dem Bike erkundeten. Entlang des Ljoslandsdalen entdeckten wir dann einen wunderschönen Platz zum Campen, welchen wir dann per Auto auch ansteuerten. Umringt von Eisgeschliffenen Bergen, dunklen Flusswasser, tausenden Schattierungen von Grün platzierten wir unser Equipment direkt am See. Um 20h wanderten die Schafe vorbei um 21h ein paar K ühe und um 22h tauchte plötzlich ein Biber aus seinem gegenüberliegenden Bau auf, schwamm ein paar Runden und war etwas verärgert da unser Zelt genau neben seinem Biberweg und Holzquelle stand. Von diesem Energieplatz aus wurden dann3 Tage lang Inline-, Skiroller- und Laufeinheiten entlang des Ljoslandsdalen gestartet.
Region ROGALAND
Weiter gings dann per Auto entlang der 42er bis Tonstad, dann durch das wunderschöne Sirdal und die unglaubliche Höhenstraße bis kurz vor Lyseboten am Ende des Lysefjords. Das Wetter wechselte erstmalig zu leichtem Regen und Nebel, doch wir fanden einen wunderschönen Platz auf der Hochebene wo wir in Begleitung von Schafen, welche uns den gesamten Proviant + zubereitetes Essen streitig machen wollten, unser Quartier aufschlugen. Die Hochebene wurde mit 2 ausgedehenten Bergläufen und Wanderungen erkundet. Bei starkem Nebel wurde dann entlang des Lysefjords der Kjerag-Bolten, ein 700Meter über dem Lysefjord in einer Schlucht eingeklemmter Steinbrocken erklommen. Die Fähre bei Lyseboten war uns zu teuer und die Reservierung erschien uns etwas kompliziert weshalb wir beschlossen einen Landweg zu nehmen. Dem Reiz der wunderschönen, gewundenen und sehr hügeligen Gebirgsstraße konnte Tomsau nicht wiederstehen. Auf schnellen Rollern ging es gewaltig den ersten Anstieg hinauf, jedoch dann folgte eine relativ schnelle Abfahrt mit viel Verkehr. Leider ist die gesamte Straße sehr schmal und doch viel touristischer Verkehr. Der Roller rutschte Weg und Tomsau verabschiedte sich in Richtung Felsen...leider war dann der Roller gebrochen, der Arsch und Knie aufgerissen aber ansonst ist nichts passiert. Diese Strecke ist zwar unglaublich schön aber sollte nur in Begleitung eines Radfahreres, welcher die Abfahrt hinunterbremst bezwungen werden, ansonst ist es zu gefährlich.Bei BRYNE
Zurück gings dann entlang der 45er durch das wunderschöne Hunnedalen, Øvstebødalen und Dirdalen bis Bryne wo wir uns erstmalig ein Hotel leisteten (Hotel Kro Bryne). Zum Frühsport wurde eine Inlinetour rund um das Frøylandsvattnet (506 dann 505 dann entlang Landstraße) unternommen. Nächstes Etappenziel war dann der Prekestolen, doch die Straße von Bryne bis Algǻrd war so verlockend, verkehrsarm und ungrow dass Tomsau schon die Skates wieder auspackte um entlang der 506, dann 45 bis Oltedal, dann einen langen Pass und anschließender Downhillpassage entlang der 508 und dann 33er bis Lauvvik erskatete. Von dort gings mit der Fähre dann nach Oanes.Prekestolen
Bei der Anfahrt zum Prekestolen merkten wir schon dass dies ein beliebtes Ausflugsziel zu sein schien. Zum Glück waren wir relativ spät dran, deshalb fanden wir auch rel. weit oben einen Parkplatz und mussten auch nichts mehr bezahlen. Der Aufstieg lohnt sich auf alle Fälle und wunderschöne Aussichten auf die Berge und das türkise Blau des Lysefjord empfängt einen. Der Prekestolen ist trotz der vielen Besucher ein unglaublicher, unvergesslicher Anblick, der für jeden zu empfehlen ist. 700Meter überhängend bis zum Meer lässt einen ein mulmiges Gefühl verspüren wenn man sich der Kante der Felskanzel nähert.
Übernachtete wurde dann bei Nes in der nähe von Tveit in einem Tal.
Region HORDALAND
Weiter gings bei starkem Regen bis hinau zur Hardanger Vidda.
Hardanger Vidda
Von Røldal aus fuhren wir dann entlang des Valldalsvatnet in die Vidda hinein. Da der Regen so stark war beschlossen wir erstmals das große Zelt aufzubauen, um auch im Trockenen kochen zu können. Per Axt wurden ein paar Wasserabflussgräben gebaut und schon war das Zelt (McKinley) wasserlos. Der Regen lies in den kommenden 2 Tagen nicht nach, jedoch wurde trotzdem ein sehr langer 3 1/2 stündigen Crosslauf in die Hardangervidda in Richtung Litlos druchgeführt, welcher sich auf alle Fälle gelohnt hat. Kristallklare Gebirgsflüsse, Wasserfälle, Steinhütten und Gebirgsseen begleiteten auf der Laufstrecke. Die Mountainbiketour durch die Hardangervidda wurde aufgrund des schlechten Wetters gecancelled, woraufhin wir uns in Richtung Zivilisation und Kultur nach Bergen begaben.Hardangerfjord
Entlang des Hardangerfjords(550er) wurde von Tomsau eine Skirollereinheit eingeschoben. Von Utnes ging es entlang der schmalen 550er Straße umgeben von Obstgärten und über einen steilen Berg bis nach Jondal.BERGEN
Bergen empfing uns mit einem Festival und tausenden Leute. Alle Quartiere waren fast ausgebucht, doch wir fanden noch einen Platz im Krankenhaushotel. Bergen ist eine wunderschöne Stadt. Zu empfehlen ist der Fischmarkt, Hafen und Bryggen,...finger weg vom Aquarium (zumindst wenn man Schönbrunn kennt).Für die nächste Übernachtung wurde der nördlichste Spitz von Askøy ausgewählt. Am Anfang eines Naturreservates bauten wir unser Zelt in einer Kuhweide auf. Eine Mountainbiketour in den Sonnenuntergang entlang des Meeres, durch ein Vogelparadies beendete den Tag.
Raundalen
Kurz nach Voss, verdrückten wir dann unseren am Fischmarkt gekauften Lachs und machten uns mit dem Bike entlang der Eisenbahn ins Raundalen. Eine wunderschöne Strecke, welche man sicher noch weiter ausdehnene könnte um auch die höchsten Berge der Hardanger Vidda (Hardangger Jøkulen und Hallingskarvet) zu erklimmen.Region Horadland SOGN OG FJORDANE
Die nächsten Tage führten uns zum Sognefjord und nach Jotunheim und waren mit Bergpässen garniert. Zuerst ging es entlang der 13 er mit Klassisch Skirollern von Vinje weg bis auf 1000Hm nach Skjelingen. Dieser Bergpass begann mit einem ewig langen leicht steigenden geraden Gebirstal und dann ging es Zick-Zack über mehrere Kehren hinauf auf eine schon teilweise schneebedeckte Hochebene. Mit dem Auto gings dann wieder hinab nach Viksøri wor wir uns die schöne Stavkirke (natürlich ohne zu Bezahlen) besichtigten. Von Vangsnes gings mit der Fähre nach Hella und entlang der 55er bis nach Skjolden wo wir uns erstmalig eine Hütte mieteten.Biketour nach Urnes (75km)
Per Bike und Rennrad machten wir uns von Skjolden aus dann zur ältesten noch erhaltenen Stabkirche in Urnes auf. Die Straße östlich des Lustrafjorden war sehr malerisch, unbefahren und garniert mit 3 absolut dunklen Tunnels. Zum Glück hatte ich eine kleine Taschenlampe auf meinem Handy, wo es uns dann möglich war durch ein 1km langes pechschwarzes Tunnel zu kommen. zum Glück kamen danach keine Tunnels mehr, da der Akku schon fast leer war. Von Urnes aus gings dann mit der Fähre hinüber nach Solvorn und dann über einen Pass entlang der 55er nach Gaupne und zurück nach SkjoldenSOGNEFJELLSTRAßE
Das Skirollerhighlight dieser Norwegentour stellte sicher die Sognefjellstraße dar. Am Tag davor fanden wir noch einen extrem geilen Spiritplace oberhalb von Fortune im Fortunsdalen...wunderschöner, eiskalter Bach, Auto und Zelt direkt nebeneinander,....Von dort an gings dann per klassisch Skiroller hinauf bis zum Nationalpark Jotunheim. 1500gerollerte Höhenmeter über ca. 35km waren eine harte Sache für Stöggei, doch die kalte Gletscherluft und die umgebenden höchsten Berge Norwegens machten diese Tour zu einem topp Erlebnis.Region OPPLAND
Hinab nach LOM und ein höchstempfehlenswertes B&B www.kvila.info wurde gefunden. 2 weitere Regentage verbrachten wir dort bei einer unglaublich netten Familie, welche uns auf so manch norwegische Spezialität einlud und uns bei stundenlangen Hoagaschtlan bis tief in die Nacht hinein Einblick in das norwegische Leben gaben.
Aufgrund von Knieproblemen wurde die Bezwingung des höchsten Berges Norwegens (Galdhøpping 2469m) gecancelled. Somit starteten wir wieder unsere Heimreise und starteten diese über die 51 er in Richtung Beitostølen. Diese Straße muss das nächste Mal auf alle Fälle mit Skates oder Skiroller bezwungen werden. Eine traumhaftes hochplateau welches bis auf 1400hm hinaufreicht. Kurz vor Beito wurde dann das Bitihorn noch bezwungen welches uns einen wunderschönen Ausblick auf die Hochebene und die Seenlandschaft bescherte.RÜCKREISE durch Norwegen
Weiter gings nach Fagernes dann über die 51 er nach Gol. Im Hallingdal wurde wieder Quartier aufgeschlagen, bei Torpo und Gol die Stabkrichen besichtigt. Dann gings zum Skiort Geilo, über die 40er druch das Uvdal bis Ruserud wo wir dann eine Gebirgsstraße nach Sandbu und durch das Tessungdalen bis nach Bakko nahmen. Kurz über die 364 bis zum Industrieort Rjukan, wo wir uns den nichmehrvohandenen Wasserfall anschauten und dann über eine traumhafte Hochebene entlang der 37er fuhren. Hier wurde noch eine Inlineeinheit eingeschoben. Bei Amot wurde dann die 38er bis Dalen genommen und in Eidsberg eine sehr kleine doch wunderschöne Stabkriche besichtigt. Weiter gings dann entlan gder 45er bis Totermo und dann entlang der 9er bis Evje. Von dort aus erkundeten wir dann schon per Auto die 3 Täler Tour für den nächsten Tag und machten das letzte Mal quartier bei unserem Lieblingsplatz den Biberplace in Ljoslandsdalen.3-Valley-Tour bei Aseral
Am Anfang schon geplant dann doch nicht gewagt, musste diese Tour natürlich nachgeholt werden. Von Aseral aus gings per inliner (Tom) und Rennrad (Julia) über eine absolut geile leicht Downhill, aber doch kupiert, kurvige traumasphaltige Straße entlang der 455er bis Sveindal, von dort gings auf die 42er über 2 Pässe und 2 eher gefährlichen Downhillpassagen, welche einiges Können voraussetzten. Bei Evje dann gings in das Dasvassdalen und der Gegenwind incl. Asphaltverschlechterung empfing uns. zum Glück machte Julia einen tolle Pace und ich konnte mich in Ihrem Winschatten schon weiterkämpfen. Vor Allem das Downhillgebremse hat mich ziemlich fertig gemacht. Dann ging ein ewig langer ziemlich steiler Bergpass hinauf zur Grenze zw. Vest und Aust -Adger und wieder eine ziemlich bremsbedürftige Abfahrt auch sehr schlechtem Asphalt. In Royneli war ich schon ziemlich fertig und hoffte nur mehr auf Rückenwind, da wir ja jetzt im nächsten Tal waren, welches eigtl. die andere Richtung wie das vorhergehende hatte. Doch oft houst a Pech, auch hier wieder Gegenwind, doch zumindst gings bergab und der Asphalt war teilwiese ziemlich topp. Nach 4 Stunden und 85km war ich komplett am Ende und freute mich auf die Regenerationseinheit am Biberplace inklusive Vanillefladen aus dem Coop.
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So, des woars donn.
als Resumee kun ma sogn, das diese Trainingsexpedition wieder einmal extrem geil woa. Traumhaftes Wetter, wahnsinns Bedingungen, unglaubliche facetten der Natur und Entspannung in vollsten zügen. Das Ganze schreit nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr, ob in Canada, Neuseeland oder Sibirien, who knows.